Orașul Paralel: Fabric // Viki 1

Joc cu bile

Viki și Martin aveau probleme. Martin nu mai dădea pe acasă, se aciuase în Centrul Reformat la Biliard unde stătea în “ recuperare” pentru dependența lui de jocuri de noroc. Se “recupera” jucând.  Îi propuse lui Viki să joace un joc. Dacă castiga el, atunci Viki urmă să îl lase în pace. Dacă câștigă Viki, el venea acasă. 

Fiecare bilă pe masa de biliard reprezenta o problemă de rezolvat. Jocul deveni foarte curând foarte intens. Fiecare problema aducea un alt punct de vedere, o altă perspectivă și implicit o altă acuzație. Viki lucra prea mult, nu era nicicând acasă. Martin pierduse banii la joc. Ba nu, pierduseră banii pentru că Viki îi donase pentru refugiațîi ucrainieni. Viki îi găsise lui Marin un job dar el nu era gata să lucreze. Viki îi găsise lui Martin terapie, dar Martin credea în integrarea jocului în viața lui, nu în terapeuți. 

Cei doi se treziră vorbind despre Flora – Martin câștigase la poker de la Zoli un tablou și un DVD cu ea. DVD-ul era pe undeva la subsol. Martin credea că Flora îl distrusese pe Zoli, Viki credea că Zoli se distrusese singur.  Zoli fusese iubitul lui Iren, iubit pe care Flora îl furase, argumenta Martin, plus sarcina fusese dubioasă, Surorile plecaseră câteva luni la Cluj și de acolo se întorseseră cu un bebeluș. Nimeni nu o văzuse pe Flora însărcinată. Se bagă în vorba și portarul care caută o cheie. Flora nu fusese ușa de biserica, tot timpul o culegea de prin baruri. El credea că ea inotase prin catacombe să găsească niște comori ale evreilor ascunse și acum trăia liniștită printr-o țară caldă. Martin demontă matematic această teorie și îl anunță sec pe Janos că Iren urmă să schimbe ușile cu unele digitale iar el avea să fie dat afară. 

Oricum ar fi fost Flora abandonase tot și fugise, exact ca Viki acum un an. Nu, zise Viki,  Zoli încercase să o controleze pe Flora, iar ea se eliberase. Martin sări cu o întrebare: adică exact cum Viki încerca să îl controleze acum pe Martin?

Viki obosise. Nu mai voia jocuri, îl voia acasă pe Marin și deja vorbise cu Iren ca acesta să nu mai aibe acces la Centrul Reformat. “ Și atunci de mai jucăm jocul asta?” spuse Marin. “ De ce aperi libertatea tuturor, doar pe a mea nu?”

Martin își dorea o viață plină de posibilități, în care amândoi să se poată arunca, să o poată lua de la capăt, exact ca Flora.   Și dacă eu nu mai pot să-ți ofer așa ceva?, îl întrebă Viki. Punct Viki, spuse Martin, îi puse bilele în mână și ieși. 

Viki hatte Martin gefunden.

Viki, wir scheinen ein Problem zu haben, sagte er dann. Ja, Martin. Wir haben sogar mehrere.

 

Martin schlug ihr vor, ein Spiel zu spielen. Eine Kugel war Viki. Eine andere war Martin. Alle anderen Kugeln auf dem Tisch stellten die Probleme dar, die sie lösen sollten. Alles, was sie tun mussten, war, die Punkte zusammenzuzählen. Wenn Martin gewinnen würde, müsste Viki ihm erlauben, hier ungestört zu genesen. Und wenn ich gewinne, kommst du nach Hause. Endgültig. Die Genesung kann auch zu Hause erfolgen.

Viki legte das Problem Nummer eins auf den Tisch: den Kredit von der Bank, damit sie ihre Schulden bezahlen. Martin zeigte, dass die Bank direkt neben der Spielhalle stand.  Einundvierzig Komma acht Prozent Chance, dass Martin nicht in der Lage sein würde, sich zurückzuhalten und da hineinginge. Und sobald er drin gewesen wäre, hätte er mit der Hälfte der Anzahl der Wahrscheinlichkeiten das Pech gehabt, einem seiner Bekannten zu begegnen, mit denen er nicht rumhängen sollte. Was eine weitere Wahrscheinlichkeit auslöse, dass er in 8 von 10 Fällen gezwungen wäre, für sie zu spielen. Das Ergebnis wäre: ein paar verlorene Jahre, Scheidung, Leben auf der Straße, Krankheit, Tod.   

Viki lässt Martin nicht in die Spielhalle. Mit 100% iger Wahrscheinlichkeit, sagte Viki, traf die Kugel Martin und lenkte sie von ihrer Bahn ab. Martin leitete die Kugel Viki mit einem gekonnten Schub auch ab. Es gibt eine Wahrscheinlichkeit von drei aus fünf, dass Viki es nicht schaffen wird, basierend auf all den Terminen, die Viki im letzten Jahr verpasst hat. 

Viki wird es möglich machen, dass sie da sein wird,
sagte Viki und brachte ihre Kugel neben die von Martin. Was war das? fragte Martin. Der Wille, sagte Viki. Das ist, was Viki immer sagt, aber 67% der Zeit erscheint etwas in der Stiftung. Und du musst Überstunden machen. Wir müssen realistisch sein, schloss Martin. Aber es war nicht Vikis Schuld, dass so viele Eltern die Stadt verließen, ohne sich zumindest von ihren Kindern zu verabschieden. Ein Arbeitstag dauert von 9:00 bis 17:00 Uhr. Um fünf Uhr ist Schluss. Die Probleme hören nie um fünf auf, Martin, dann beginnen sie erst. Und er hätte danke sagen sollen, dass sie zurechtkamen, weil nur einer von ihnen arbeitete. Warum willst du nicht verstehen, dass ich mich hier in Sicherheit fühle? sagte er.

In Sicherheit, um in Ruhe Poker zu spielen. Ja, Viki hatte herausgefunden, dass er noch immer spielte. Und das, nachdem sie in diese Drecks-Situation geraten waren, gerade weil er gespielt und verloren hatte. Das ist das Problem, sagte sie und zeigte auf die Martin-Kugel.

Martin war damit nicht einverstanden. Er hatte nur gespielt, weil seine Frau das Geld gespendet hatte, das sie für die Wohnung ihrer Familie in der Josefstadt erhalten hatte. Deshalb kam sie auf die Straße.  Punkt für Martin.

Viki protestierte. Sie hatte das Geld gespendet, weil ein Krieg ausgebrochen war. Nein. Das Problem war, dass Martin sich einfach nicht anstellen wolle. Punkt für Viki.

Viki setzt das Spiel fort. Sie hatte Martin einen Job in ihrer Stiftung gefunden. Vorteil für Viki. Problem gelöst. Wenn Martin es will. Es ist ja nicht so, dass Martin es nicht wollte, fügte der Mann schnell hinzu. Nur war es ihm im Moment unmöglich zu arbeiten. Das Spiel war ein Teil von ihm. Es musste integriert, nicht abgelehnt werden. Das machte er jeden Tag. Er arbeitete darauf hin, den besten Weg zu finden.

 

Viki verstand ihn sehr gut. Sie hatte mit einer guten Therapeutin gesprochen. Die erste Sitzung war bereits für den folgenden Donnerstag angesetzt. Erneut Punkt für Viki. Martin muss es einfach wollen, schloss sie, indem sie eine neue Kugel anspielte.

Martin ordnete die Kugeln auf dem Tisch neu an. Problem Nummer zwei: Vikis Einmischung in Martins Leben. Wenn Martin gefragt werden musste, wurde er nicht gefragt. Martin wird nicht gefragt, weil er normalerweise nicht da ist, sagte Viki, während ihr Blick auf das Bild Floras fiel. Was sucht dieses Bild hier?

Janos, der Pförtner des Zentrums, der gerade eingetreten war, erklärte, dass Martin es beim Pokerspiel dem Maler Zoli abgenonnen habe. Janos suchte nach dem Schlüssel, den er einen

Abend zuvor verloren hatte. Martin rechtfertigte sich: Zoli habe ihn zum Spielen überredet. Am Montag wird er gefeuert, der arme Kerl braucht dringend Geld. Martin hatte gesagt, er wolle nicht spielen…beteuerte Janos. Martin spielte eine Kugel an und rief: Punkt für Martin!

Janos fuhr fort. Herr Zoli hatte das Gemälde gesetzt, nachdem sie alle angetrunken waren. Dann erhöhte er auf das Doppelte und verlor einige DVDs mit Familienaufnahmen. Diese

Spielsucht ist schrecklich, schlussfolgerte er. Eine einzige DVD als Garantie, merkte Martin aufgebracht an. Eine Aufnahme mit Flóra, Irén und einem Baby. Wie auch immer, da ist nichts Besonderes drauf. Sie haben nur gestritten.

Gib dem armen Mann seine Sachen, sagte Viki. Siehst du nicht, dass er ein Problem hat? Genau wie du mit den Spielen. Er braucht Hilfe. Vielleicht muss er sogar in eine Anstalt. Vielleicht willst du auch mich in eine Anstalt stecken, kam die Reaktion von Martin sofort. Ich will dir helfen, Martin.

Als Vikis Bruder Viki in eine Anstalt einliefern wollte, hatte sich Martin widersetzt. Mehr noch, er hatte sogar Geld für die Behandlung und ihre Hochzeit gespart. Das musste man Hilfe nennen.

Punkt für Martin.

Die Tatsache, dass ich mit Ahmad, Rafik und Caram nach Deutschland gefahren bin, hat

funktioniert, Martin. Nicht die Behandlung. Ich konnte wieder zu mir selbst finden. Viki spielte ebenfalls eine Kugel an. Punkt für Viki.

Du konntest dich wiederfinden, weil ich dir die Freiheit ließ, dich wiederzufinden. Warum kannst du das nicht jetzt mit mir? fragte der Mann. Weil ich nicht will, dass du dich erst in 20 -30 Jahren wiederfindest, sagte Viki.

Martin wollte eigentlich sagen, dass Flora Zoli zerstört hatte. Viki empörte sich. Wie hätte Flóra ihn zerstören können? Es war das Glück seines Lebens, sie zu treffen. Er schuldete ihr seine ganze Karriere! Ganz im Gegenteil, Martin, denn Zoli war das beste Beispiel für einen Mann, der sich selbst zerstört hat, mit seiner Besessenheit für eine schöne Frau! Genau wie du mit deinen

Glücksspielen. Bloß gab es in Zolis Fall keine Viki, die ihn vor seinem Verderben bewahrt hätte.

Punkt für Viki.

Janos mischte sich in die Diskussion ein. Tante Flóra sei keine Heilige gewesen. Sie sei auch nicht in die Kirche gegangen, wenn er sie in den Bars nicht eingesammelt hätte. Tante Iren beauftragte ihn, Flora zu suchen. Janos glaubte nicht, dass Tante Flóra nach Deutschland gegangen war. Sie sei durch den Tunnel von hier in der Kirche in die Katakomben

geschwommen. Die Tunnel in der Fabrikstadt führen nur mit 28 prozentiger Wahrscheinlichkeit irgendwohin, ohne plötzlich zu enden, erklärte Martin. Viele von ihnen wurden zugeschüttet. Und auch bei jenen, die möglicherweise noch offen sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass sie verstopft sind 73 Prozent. Ich weiß das, weil ich mit mehreren Historikern gesprochen habe.

Null Chance, János, tut mir leid. Oh, ich vergaß dir zu sagen, dass Irén die Türen ersetzen lässt. Ich hatte mit dir gewettet, dass es passieren würde. Und er, Janos, was würde er anfangen? Eine Umschulung, mit einer Wahrscheinlichkeit von 90,2 Prozent. Oder Arbeitslosigkeit, schloss Martin.

Der Pförtner verließ den Raum schockiert. Martin lenkte die Diskussion erneut auf Flora und Zoli. Flora sei schon immer etwas sadistisch

gewesen. Er hatte gehört, dass sie angeblich den Brand in der Glühbirnenfabrik verursacht hatte.

Sie verdrehte allen Jungen in der Schule den Kopf und gab ihnen danach einen Korb. Er selbst hatte ein Jahr lang ihre Hausaufgaben in Physik gemacht, bloß um ein einziges Mal mit ihr ins Kino zu gehen. Und dann war sie nicht mal zur Verabredung erschienen. Nun, warum hätte sie sich mit euch einlassen sollen, wenn ihr alle nur eine einzige Sache im Kopf hattet? Wie ihr sie ins Bett bekommen sollt, entgegnete Viki. Flora hatte damals andere Dinge zu tun. Ja, sie war monatelang mit ihren vielen Liebhabern beschäftigt. Und, war es mit

Zoli nicht das gleiche? fragte Martin. Es hatte ihr nichts ausgemacht, mit dem Geliebten ihrer Schwester auszugehen. Zudem verschwendete sie danach sein ganzes Geld. Und trotzdem hat sich Tante Irén geopfert. Sie hat ihr immer wieder einen Job besorgt, hat ihr geholfen. War es nicht sie, die Flora zu einem sehr guten Job in Deutschland verholfen hatte? Hatte sie ihr nicht mit Geld geholfen, damit sie in Klausenburg bleiben konnte, während sie schwanger war, zusammen mit Zoli? Hier stimmte Viki Martin zu. Sie hatte Flóra nie schwanger gesehen. Die Schwestern kamen mit dem Baby aus Klausenburg zurück. Sie hat auch Zolis Geld gestohlen, bevor sie ihn verließ, stichelte Martin weiter. Nein, Martin! Zoli war eifersüchtig und aggressiv, wenn er betrunken war. Er hatte die Idee, die Porträts mit ihrer beider Blut zu malen. Irgendwann war es ihr zu viel. Selbst ihr.

 

Martin versuchte, vernünftig zu bleiben. Zoli hatte versucht, Flora zu kontrollieren. Und sie hat sich befreit, ergänzte Viki. Und das bedeutet, irgendwann nach Deutschland zu gehen, Kind und Schwester zurückzulassen und sich zwanzig Jahre lang nicht mehr zu melden? Handelt eine vernünftige Frau so?, meinte Martin vehement. Ich bin auch nach Deutschland gegangen. Und alle haben gesagt, ich sei nicht normal. Und hier bin ich wieder, entgegnete Viki. Du bist gegangen, ohne darüber nachzudenken, was du zurücklässt, warf ihr Martin vor. Scheint es dir, dass ich darüber nicht nachgedacht habe? Ich bin sicher, dass Flóra sich das überlegt hat.

Vermutlich ist dort in Deutschland etwas passiert. Sie war nicht jemand, der aufgab. Martin wurde hitzig. Was soll das heißen, sie sei nicht jemand gewesen, der aufgab? Sie habe doch alles aufgegeben. Das Schwimmen. Ihre Jobs. Zoli. Ihr eigenes Kind!

Viki wusste mit Sicherheit, dass Flora ihr Kind niemals im Stich gelassen hätte. Während der Gymnasialzeit hatte sie zwei Fehlgeburten gehabt und nachdem sie das Schwimmen aufgab, hatte sie versucht, ein Kind zu bekommen. Sie hatte sich das kleine Mädchen sehr gewünscht.

Sie konnten nicht wissen, was passiert war. Doch, können wir, sagte Martin. Sie könnte mit 50 prozentiger Wahrscheinlichkeit gestorben und zu 50 Prozent noch am Leben sein. Wenn sie gestorben sein sollte, könnte sie mit 25 prozentiger Wahrscheinlichkeit getötet worden sein, mit 25prozentiger Wahrscheinlichkeit Selbstmord begangen haben, und mit 50prozentiger Wahrscheinlichkeit Opfer eines Unfalls geworden sein oder aus gesundheitlichen, unvorhersehbaren Gründen gestorben sein. Sollte sie noch am Leben sein, besteht zu 25 Prozent die Möglichkeit, dass sie einen ernsten Nervenzusammenbruch hatte, zu 25 Prozent die Möglichkeit, dass sie im Koma liegt, zu 25 Prozent die Möglichkeit, dass sie eine totale Amnesie erlitt und zu 25 Prozent die Möglichkeit, dass sie aus unbekannten Grund ihr Leben neu beginnt ohne jemals zurückzublicken.

Das Konzert zum Gedenken an Herrn Toth sollte beginnen, und sie hätten dann alles auf den nächsten Tag verschieben müssen. Martin, es wird kein Morgen geben. Iren schließt den Billardraum, sagte Viki ruhig. Das kann so nicht weitergehen. Sie müssen den Raum für was anderes verwenden. Du bist ganz einfach hier eingezogen. Sie wird es dir auch persönlich sagen.

Martin nahm die Kugeln schweigend in die Hand. Verstanden. Viki hat Martin aus dem Club geworfen. Was spielen wir denn dann noch hier? Fragte er. Martin, dieses Spiel ist einfach dumm. Ich will, dass du mit mir nach Hause kommst.

Martin stellte das Problem Nummer drei. Hatte Martin tatsächlich eine echte Chance gehabt, dieses Spiel zu gewinnen? Mit maximaler Wahrscheinlichkeit… Null! Viki hatte die Entscheidung für ihn getroffen. Vielleicht hatten sich auch ihre Linien eigentlich gar nicht getroffen. Martin, fang nicht wieder mit all den Geschichten an. Du steckst wieder fest. Du lebst wie ein unreifes Kind. Und du hast überhaupt keinen Willen, da rauszukommen. Ich muss für uns beide stark sein. Diesmal rette ich dich. Martin sah sie für einen Moment an. Wenn du schon die Freiheit verteidigst, dass jeder so sein kann, wie er ist, und die Freiheit von Flóra und von all denen, die anders sind… Warum verteidigst du nicht auch meine? Warum willst du mich ausgerechnet kontrollieren? Warum sollten wir nur deine Varianten in Betracht ziehen?

Weil dies jetzt genau das ist, was du brauchst, Martin. Eine einzige Variante. Ich liebe dich und ich bin hier, um sie dir zu bieten. Auch Martin liebte sie. Ihr Leben war seit dem Tag, an dem er sie vor dem Ertrinken gerettet hatte, ein großes Abenteuer gewesen. Milliarden von Wahrscheinlichkeiten. Völlig unvorhersehbar. Das ist es, was sie zu seiner Viki machte. Und jetzt wollte sie nur eine Möglichkeit? Martin und Viki in einem Haus. Beide arbeitend. Und sich zu Tode langweilen.

Ja. Das nennt man Ehe, sagte Viki. Die Menschen werden erwachsen. Sie werden alt.

Und du bist eine Ehefrau, schloss Martin bitter.

Was soll ich tun, mich noch einmal in die Bega werfen, damit du mich wieder retten kannst? Um es interessant zu machen?! Das ist auch ein Glücksspiel, Martin. Wir können unser Leben nicht so leben.

Martin erzählte ihr, dass er träumte, dass es noch eine andere Möglichkeit gäbe. Wenn sie sich beide dazu entschieden hätten, eines Tages anderswo neu anzufangen, hätten sie das tun können. Genau wie Flóra. Und was ist, wenn ich dir das nicht mehr bieten kann? fragte Viki. Punkt für Viki, sagte Martin, legte ihr die Kugeln in die Hand und ging hinaus.

 

 

 

 

 

Ball Game

Viki had found Martin.

Viki, it seems we have a problem, he said. Yes, Martin. It seems we have more than one. 

Martin proposed they played a game. One ball was Viki. Another ball Martin. All the other balls on the table, the problems they had to solve. All they had to do was keep score. After the last problem, there would have been a winner. If Martin won, Viki should’ve let him finish his rehab from gambling. And if I win, you’ll come home. For good. You can finish your rehab there. 

Viki set problem number 1 on the table: the loan they had to get from the bank for paying off their debts. Martin demonstrated the bank was right next to the casino. 48.8% chances Martin wasn’t going to curb his addiction and go inside the casino.  Once inside, in half of the probability projections, he would’ve run into one of his gangster acquaintances. Which spawned into another probability. In 8 out of 10 cases it was possible the gangsters would force him to play for them. The result: lost years, divorce, sleeping on the street, social center, illness, and death.  

Viki won’t let Martin go to the casino. With a probability of 100%, said Viki hitting the Martin ball. There are 3 out of 5 probabilities Viki wouldn’t show up. And this is based on all the set meetings Viki has missed this past year.

Viki will make sure she shows up,
said Viki bringing her ball next to Martin’s. What was that? Martin asked. Willpower, Viki said. That’s what Viki always says, but in 67% of cases something comes up at the foundation. And then she must do overtime. We gotta be realistic, Martin firmly concluded. It wasn’t Viki’s fault so many parents were leaving town, abandoning their children without a goodbye. A day’s work is from 9 to 5. At 5 it’s done. The problems never end at 5, Martin, that’s when they begin. He should’ve been grateful one of them had a steady job.  Why won’t you understand I feel safe here? he said.

Safe to play poker again. Yes, Viki found out that Martin was still playing. And this after they had run into debt especially because he had played again and lost.  THIS is the problem, she said pointing to the Martin ball. 

Martin didn’t agree. The only reason why he played again was that his wife had donated the money she got for the apartment she inherited in the Iosefin neighborhood. That’s why they were now being evicted. Point for Martin!

Viki protested. She had donated the money because a war started. No. The problem was that Martin just didn’t want to get a job. Point for Viki! 

Agnes entered. Mrs. Farago told me I can look around, she said. I’m from the University of Journalism in Budapest. Sure, I saw you outside. It’s all right…, Viki answered. You won’t even notice I’m here, Agnes said.

Viki continued the game. She had found a job for Martin at the foundation. The pay was good and he could’ve taught geometry and physics to kids who needed education. Point for Viki. Problem solved. If only Martin wanted. It’s not like Martin didn’t want it. But for now, it was impossible for him to work. Playing was part of him. He had to embrace it, not reject it. And that was what he had been doing every single day. Working to find the best method.

Viki perfectly understood him. She had already set up a first therapy session for her husband, the following Thursday. Point for Viki. Martin only has to want it, she triumphantly hit yet another ball.

Martin rearranged the balls on the table. Problem number 2. The brutal interferences of Viki into Martin’s life. When he should’ve been consulted, he wasn’t. Martin isn’t being consulted because, usually, Martin isn’t, Viki said while a painting of Flora distracted her attention from the game. What’s with this painting here?

Martin had won the painting by playing poker with Zoli, the painter. Martin said that it was Zoli who begged him to play. They’re kicking him out on Monday, poor guy. He’s desperate for cash. Zoli then wanted to play double or nothing. He also lost some DVDs with his home videos. It was just a video of Flóra, Iren, and a baby. Not a great video. They were just fighting.

Give the poor man his stuff back, Viki said. Don’t you see he has a problem? Just like you do with gambling. He must be helped. Maybe even institutionalized. Maybe you also want to institutionalize me, came Martin’s acid remark. All I want is to help you, Martin.

When Viki’s brother had tried to get her committed to a mental institution, Martin had completely opposed it. Even more, he played poker and raised money for her treatment. And their wedding. That could be called help. Point for Martin. 

The fact that I left with Ahmad, Rafick și Caram in Germany was the thing that worked. Not the treatment. Thats how I could find myself, Viki strongly hit a ball. Point for Viki.

You could find yourself because I set you free, so you can find yourself. Why wouldn’t you do that with me now? the man raised another issue. ‘Cause I don’t want you to find yourself in 20-30 years, Viki said.  

Martin only meant to say that Zoli’s life had been ruined by Flóra. Viki got angry. It wasn’t Flora the one to ruin Zoli’s life. He was the luckiest man in the world to meet her. He owed her his entire career. Quite the opposite, Zoli was the perfect example of a man who had ruined himself, with his obsession with a beautiful woman. Exactly like Martin was ruining his life by gambling.  Except that in Martin’s case there was a Viki to help him stop in time. Point for Viki.

Janos, the doorman, cut in the conversation. Miss Flóra was no saint. She, in fact, didn’t go to Church, unless he picked her up from the many dive bars, she was hanging in. Iren would send Janos to look for her sister. But Janos didn’t believe Miss Flóra left for Germany. He believed she swam to the catacombs, using the tunnel here beneath the Church. The tunnels in the Fabric neighborhood are only 28% likely to lead anywhere, Martin explained. I’ve discussed this with several historians. Zero chances, Janos. I’m sorry. Oh, I forgot to tell you. Iren is changing the doors. She’s installing a digital system. Just as I bet you, she would.  Janos asked what he was going to do. Requalify, with a 90.2% probability. Or unemployment.  

The doorman left, in shock. 

Martin went back to the discussion about Flora and Zoli. Flora had always been a little sadistic. He had heard rumors that she even started the fire at the battery factory. And she was playing all the guys in high school. After they did what she wanted, she’d just leave them hanging. Martin himself had done all her physics homework for one year straight just so he could go out with her to the movies. And she hadn’t even shown up. 

How could she have taken you guys seriously when you only thought about banging her? Viki scoffed. Flora had better things to do back then. Yeah, she’d leave town for months, with her many lovers. She did the same with Zoli! Martin said. Flora didn’t have any problem seducing her sister’s boyfriend. And even so, Iren had sacrificed for her. She found her jobs, all the time. She even found that great job for her in Germany. She went to live with Flora and Zoli in Cluj, when Flora was pregnant! And she paid for it all. Viki accepted the point Martin was making. She never saw Flora pregnant. The two sisters came back from Cluj with the baby. Yeah. And she also stole Zoli’s money before leaving him, Martin poured gasoline over a fire. No, Martin! Zoli was super jealous and aggressive when he got drunk. With his weird ideas for them to paint their portraits with each other’s blood. At one point it was just too much. Even for her.

Martin tried to make a deduction. Zoli just wanted to control Flora. And she set herself free from him, Viki said. And setting yourself free means to just fuck off to Germany and never give a sign of life to your child and sister for twenty years? This is what someone who’s right in the head does? Martin erupted. I also left for Germany. And everybody said I wasn’t right in the head. And see? I’m back, Viki replied. You left without thinking of the ones you were leaving behind, Martin reproached her. Does it seem to you I didn’t? And I’m sure Flora did too. Something happened there, in Germany. She wasn’t the type to just quit. Martin lost his temper. Of course, she was. Flora quit everything. Swimming. The jobs. Zoli. Her own child! 

Viki knew for a fact Flora would have never abandoned her daughter. She had lost two pregnancies during high school. After she quit swimming, she tried to get pregnant many times. She enormously wanted the child. No one could know what happened to Flora. Yes, one could know, Martin said. 50 % probability she died. 50 % she lives. In the case she’s dead, 25% chance she got killed. 25% she committed suicide. 50% accidental death, health problem or external unknown reasons. In case she lives, 25 % chance she had a major mental breakdown. 25% amnesia. 25% a possible decision, with an unknown motivation, to start her life from scratch and never look back. 

Martin invited Viki to go back to the game. They had to finish. The concert dedicated to Mr. Toth was about to begin and they risked starting over the game the next day. Martin, there won’t be a tomorrow. Iren is closing the pool table, she calmly said. It can’t go on like this. She needs to refurbish the space. You just moved in here. She’ll talk to you after the concert.  

Martin reset the balls on the table, in silence. I understand. Viki kicked Martin out of the club. Then what kind of game are we playing here? he asked. Martin, this game is stupid. I just want you to come home with me. 

Martin studied the table, raising problem number 3. Had Martin stood a real chance at ever winning the game? With maximum probability: zero chances. Viki had made the decision for him. Maybe their lines hadn’t united, in fact. Martin, don’t start with that line thing again. You got stuck. You live like an immature child. And you have no ambition to solve your problem. I have to solve it for both of us. This time around I’m saving you. Martin looked at her for a second. You defend everyone’s freedom of being who they are. Yours, Flora’s, everyone who’s different. Why wouldn’t you defend mine? Why control me? Why go only with your alternatives?

Because this is what you need now, Martin. Only one alternative. I love you and I’m here to offer it to you.  Martin loved her too. Their lives had been one great adventure since the day Martin saved Viki from drowning. Billions of probabilities. Completely unpredictable. This is what made her HIS Viki. And now she wanted only one possibility? Martin and Viki in a home. Both of them working. Getting bored until the day they die.  

Yes. It’s called marriage, Viki said. People grow. They get old. Settle down. 

And you are a wife, Martin bitterly concluded.

What do you want me to do? Jump in the Bega River so you can save me again, just to make it interesting? That’s also a form of gambling. We can’t live like that for a lifetime. 

Martin told her he was dreaming of another possibility. If they decided one day to just leave, and start over, he wanted to know they could’ve. Just as Flora did. And what if I can’t give you this anymore? Viki asked. Point for Viki, Martin said. He put the balls in her hand. And got out.